Montag, 10. November 2014

Schottland im Sommer, ein Rückblick

Der Anblick meines Gartens, nicht nur in Anbetracht des grauen und trüben Wetters, sondern auch hinsichtlich der Spuren, die unsere Garten-Untermieter, deren Anzahl und Vielfalt ich nicht mehr überblicke, hinterlassen haben, lässt mich zu der Erkenntnis kommen, dass es auch andere Dinge gibt, über die ich etwas schreiben könnte. Aber keine Sorge, ich werde im folgenden auf diese Bandwurmsätze verzichten - obwohl ich gerade ein Buch über einen 14,8 m langen Bandwurm lese, bzw. über das, was dieser Fischbandwurm an Entwicklungen auslöst. Äußerst amüsant.
Aber jetzt zum Sommer zurück und zu unserer Schottlandreise. 


Ausgangspunkt unserer ersten Rundreise - ich denke, es werden noch weitere folgen, vielleicht nicht in naher Zukunft und erst dann, wenn keines der Kinder mehr mitfährt, obwohl es ihnen gefallen hat - war Edinburgh. Drei Tage vor Beginn des Military Tattoo sind wir mit tausenden Touristen und einigen Einheimischen durch Edinburgh gewandert.


Haben uns Edinburgh Castle aus der Ferne und Nähe angeschaut. Hier waren schon die Tribünen für das Festival aufgebaut. The Royal Mile entlang waren bereits Sänger und Tänzer und andere Künstler zu finden und die Atmosphäre war einzigartig. Das künstlerische Leben fand auf der Straße statt.


Nicht alle Häuser sind grau und verrußt. Hier diese Häuserzeile strahlt so richtig hervor.




Das Rot der Tür ist ein toller Kontrast zum Stein und ist an mehreren Kirchen zu finden.




  Es mag ein bisschen morbide daherkommen, aber ich liebe Friedhöfe, wobei ich jetzt zuletzt festgestellt habe, wie bei Sigrun ( Hillside Garden ) nachlesbar ist, dass ich da nicht alleine bin. Vielleicht ist es die Ruhe und die Stille die meistens herrscht. Oder die eines vorsorgenden Menschen Eigenschaft, schon mal zu schauen und zu planen. 


Grabsteine auf dem Friedhof neben der Canongate Kirk



Diese netten Jungs mit den strammen Waden, dem eigentümlichen Instrument und den wunderschönen karierten Röcken sind schon ein Grund nach Schottland zu fahren. Wie mir eine Arbeitskollegin vor einigen Jahren einmal erklärt hat, wird der Luftsack aus Ziegenhaut hergestellt.    


 Die nächste Station unserer Rundreise mit einem viel zu großen Auto, dessen Abmessungen einem eingefleischten Rechtsfahrer von Beginn an und eigentlich bis zum Ende hin einige Probleme bereiten, war Stirling. Stirling gilt als das Tor zu den Highlands und ist ein hübsches kleines Städtchen.


Ob es sich bei den sterblichen Überresten in diesem Grab wohl um die eines Piraten handelt ?


Der Anblick der Highlands ist beeindruckend und bedrückend zugleich. Wenn man sich vorstellt, dass die Highlands früher einmal zu einem Großteil bis zur Höhe von ca. 600 Metern bewaldet waren und hier bereits im Mittelalter die Baumbestände gnadenlos abgeholzt wurden, um Holz für den Schiffsbau oder die Herstellung von Holzkohle zu gewinnen und nunmehr gerade ein Prozent des ursprünglichen schottischen Waldes existiert, sieht man die Highlands mit anderen Augen. Leider. 
Ohne diese Gedanken ist der Anblick atemberaubend.


Seit geraumer Zeit gibt es Wiederaufforstungsprogramme und der Baumbestand in den Highlands ist gestiegen.
  
Das wohl bekannteste Anwesen zwischen Inverness und Fort Augustus ist wahrscheinlich die Burgruine von Urquhart Castle am Loch Ness. Die dicken grauen Steine, das Grün der Wiesen und das torfig-schwarze Wasser lassen einen nur ahnen, wie das Leben hier einst gewesen ist. 

Ich liebe Ruinen, ich weiß allerdings nicht genau warum.


Der Spaziergang zu einem kleinen Wasserfall war in so grünes Licht getaucht, wie ich es hier bei uns noch nicht gesehen habe.





 Das war noch nicht das Ende unserer Reise, aber leider ruft die Arbeit- laut, sehr laut - .